Facebook: Die große Angst vor dem Shitstorm

Donnerstag in der IHK: 22 Führungskräfte aus Limburg diskutieren über den Fachkräfte-Mangel und Social Media. 15.000 Euro – meint ein Personal-Experte – kostet es heute, einen neuen Mitarbeiter zu gewinnen. Viel Geld bei begrenzten Budgets – vor allem im Mittelstand. In meinem Vortrag stelle ich die alternative Suche via Facebook vor: Gerade junge Mitarbeiter, die nach 1985 geboren sind, lassen sich auf diesem Kanal für innovative Unternehmen begeistern.

Die Marke als Arbeitgeber stärken

Ein Mittelständler – so meine Recherche – hat bereits drei Mitarbeiter eingestellt, die sich ausschließlich auf die sozialen Netzwerke konzentrieren: Sie stärken mit ihren Beiträgen die Attraktivität des Unternehmens – als Arbeitgeber und als Dienstleister – mit wachsendem Erfolg.

Ja, aber – erwidert ein besorgter Teilnehmer – das ist doch auch ein gefährlicher Schritt. Es droht der Shitstorm, die Kommunikations-Lawine mit dramatischen Folgen für das Unternehmen. Also erst gar nicht in die sozialen Netzwerke gehen – so die These – dann kann auch nichts passieren.

Vermeidung hilft im Notfall nicht weiter

Ich kann die Angst vor einem „Sturm der Entrüstung“ gut verstehen. Die Tagesschau hat es gerade erlebt, weil sie nach Meinung von Nutzern nicht ausreichend über Proteste in Spanien berichtet hat. Doch die Vermeidungsstrategie scheint mir das falsche Mittel. Meine Erfahrung aus der Beratung von mittelständischen Unternehmen und dem Dialog mit Experten: Einen Shitstorm können Sie nie ausschließen. Doch eine aktive und dauerhafte Kommunikation auf allen Kanälen – auch den sozialen – bewahrt vor massivem Vertrauensverlust und beugt auch dem Shitstorm vor. Je mehr ein Unternehmen offen und transparent mit Mitarbeitern und Kunden über seine Dienstleistungen, Produkte und Ziele kommuniziert, desto besser ist das mediale Echo – auch bei facebook, twitter & Co.

Die Vogel-Strauß-Politik „Soziale Netzwerke meiden“ halte ich dagegen für einen gravierenden Führungs-Fehler: Im Notfall fehlt Ihnen das Netzwerk von „Freunden“, die über eine stimmige Kommunikation langfristig Vertrauen zu Ihnen aufgebaut hat und die im Krisenfall dann auch positive Erfahrungen publizieren.

Meine persönliche Empfehlung:

1. Prüfen Sie, ob die Architektur Ihres digitalen Internetauftritts noch zeitgemäß ist und auch in der google Suche optimal angezeigt wird.

2. Entwickeln Sie eine realistische Zeitschiene, in der Sie das digitale Image Ihres Unternehmens auf den Prüfstand stellen.

3. Checken Sie den online-Pressespiegel und die Suchmaschinen-Ergebnisse für Ihr Unternehmen und ihre Produkte.

4. Binden Sie in der Kommunikation mit potentiellen Mitarbeitern und Kunden die sozialen Netzwerke ein.

5. Benennen Sie einen Verantwortlichen für die sozialen Netzwerke, der in Ihrem Unternehmen, die Kanäle stringent betreut und aktiv kommuniziert.

Mehr über die neue Ausbildung „Social Media Manager“

 




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