Wohnberatung: Die Geborgenheit meiner Großmutter

Wer seinem eigenen Geschmack auf die Spur kommen will, kann dies in zwei Schritten tun. Der erste ist eine Fantasiereise, zu der ich Sie heute gerne einladen möchte. Nehmen Sie sich etwas Zeit und setzen Sie sich an einen angenehmen Platz. Stellen Sie sich jetzt einmal Ihr Traumhaus vor. Wo steht es? In welcher Landschaft? Wie sieht es aus? Hat es viele Fenster? Welche Dachform? Aus was ist es gebaut? Hat es eine kleine Treppe am Eingang? Und wie sieht die Haustür aus? Für mich sind dies die wichtigsten Fragen, die auch zu jeder Wohnberatung gehören.

Stellen Sie sich Ihr Traumhaus vor

Wenn Sie sich jetzt vorstellen, Sie gehen durch die Haustür hinein ins Innere Ihres Traumhauses – wie sieht es dort aus? Hell und großzügig? Oder eher klein und kuschelig? Wie sind die Zimmer angeordnet? Was ist darin? Welche Farben dominieren? Welche Lieblingsstücke fallen ins Auge? Welche Bilder hängen an der Wand? Welche Lampen? Am besten schreiben Sie, nach dem Sie in Ihrer Phantasie durch das Traumhaus gegangen sind, auf, was Sie alles entdeckt haben.

Wenn Sie wissen, wie Ihr Traumhaus oder Ihre Traumwohnung aussieht, kommt der nächste Schritt: eine Reise in Ihre Vergangenheit. In welcher Wohnung, in welchem Zimmer waren Sie als Kind glücklich? In welcher Umgebung fühlten Sie sich geschützt, geborgen? Und wo fanden Sie Inspiration und Anregung?

Ich bin auf dem Land groß geworden

Wie meine ganz persönliche Antwort auf diese Frage aussieht, will ich Ihnen hier gerne erzählen: Ich bin auf dem Land groß geworden und war deshalb auch viel draußen, im Wald, im Grünen, unter dem blauen Himmel. Glück ist für mich deshalb immer noch: auf einer Wiese zu liegen, in den Himmel und in die Baumkronen zu schauen, den Vögel zuzuhören und das Gras zu riechen. Aber ich liebte auch das Wohnzimmer meiner Großmutter. Neben einem alten Holzofen stand ein unglaublich gemütlicher Sessel, darin eine weiche, karierte Decke in kühlen Brauntönen.

Wenn ich „Geborgenheit“ höre, dann sehe ich sofort das Wohnzimmer meiner Großmutter mit dem Sessel und der Decke neben dem Holzofen. Und noch heute mag ich das Behagliche von schönen, alten Öfen, Räume mit kleinen Fenstern, wenige kuschelige Stoffe, kühle, braune Farben undHolz. Ein drittes Bild, an das ich mich immer wieder erinnere, ist der Garten meiner Mutter. Besonders liebte ich im Sommer die Beeren. Wenn ich Himbeeren esse, schmeckt das noch heute nach Zuhause. Und eine bestimmte Art von Rottönen – wie von Erdbeeren, Himbeeren, Rosen – verschaffen mir ein behaglicheskuscheliges Wohlgefühl.




Kommentare