Unwiderstehlich durch Lebensfreude

Er singt lauthals. Auf seinem Laufrad sitzend, mit seinem bunten Fahrradhelm und seinem T-Shirt, auf dem lauter kleine Monster aufgedruckt sind, cruist er schwungvoll um die Kurve und schmettert: „Ich heb´ ab, nichts hält mich am Boden…“.

Foto: Shutterstock

Lebensfreude im Herzen macht alles leichter

Die Unbeschwertheit und Lebensfreude des kleinen Jungen ist ansteckend. Alle, die ihn sehen, freuen sich. Irgendwie wird die Welt ein bisschen heller. Es ist genau dieses fröhlich-leichte Etwas, das Herzen öffnet…

Gerade in den Wochen vor den Ferien kocht es meistens nochmal richtig hoch. Alles will fertig gemacht werden, die Termine stapeln sich und anstelle Füße und Seele in der Sonne baumeln zu lassen, stressen wir uns durch die Tage und beklagen uns über die Hitze. Als ich den kleinen Mann so heiter durch die Gegend sausen sah, wurde mir mal wieder bewusst, dass seine Methode, dem Leben zu begegnen, mehr Freude macht und dabei viel effizienter ist. Er ist in seiner Kraft und fokussiert, während ich vor lauter gedanklichem Strippen-Ziehen oftmals nicht im Hier und Jetzt bin. Dadurch verpasse ich viel und fühle mich erschöpft. Dabei geht alles leichter von der Hand, wenn wir nicht so kopflastig unterwegs sind. Wenn wir das Leben fühlen und nicht nur denken. Wenn wir dieses glückliche Hüpfen im Herzen haben.

Wie kann ich diese Erkenntnis denn nun nutzen?

Um ins Fühlen zu kommen, gibt es zwei Dinge, an denen wir aktiv arbeiten können:

  • Wir denken und bewerten zu viel.
  • Wir konzentrieren uns häufig auf das Negative.

Fühlen geht nicht im Kopf. Das passiert durch Wahrnehmung über andere Kanäle. Fühlen ist sinnlich: Wie riecht etwas? Wie ist die Berührung auf der Haut, im Haar? Was höre ich? …

Wenn ich morgens lange laufen gehe, ist es sehr anstrengend, wenn ich nur auf die Zeit und die Kilometer fokussiert bin. Wenn ich aber wahrnehme, dass der Wind meine Haare streichelt, wie gut es sich anfühlt, wie meine Füße den Boden berühren, wie die Kühle sich auf meiner Haut anfühlt und wie die Wiese riecht, dann entsteht Freude und Genuss.

Selbst-Bewusst-Sein und Genuss-Bereitschaft sind die entscheidenden Faktoren

Um gut für sich zu sorgen und dadurch das Bewerten und den Fokus auf das Negative auszuschalten, muss man wissen, was man braucht und was man kann. Ich stelle oft fest, dass viele Menschen ihre Schwächen sehr gut kennen, sich aber noch nie Gedanken gemacht haben, was außerordentlich und einzigartig an ihnen ist.

Es gibt immer Licht und Schatten. Wenn wir aber den Fokus auf unser Licht legen, haben wir mehr Freude am Leben:

Wir mögen, wer wir sind

Das Kennen der eigenen Stärken, sowohl charakterlich, intellektuell als auch in unserem Erscheinungsbild, hilft uns, diese richtig zu nutzen und in Szene zu setzen. Es ist viel effizienter und freudvoller, seine Stärken zu stärken als sich auf die Schwächen zu konzentrieren. Meine Schwächen vergleiche ich. Meine Stärken machen mich unvergleichlich.

Wir mögen, was wir tun

Es ist uns egal, was die Anderen denken, weil wir wissen, dass wir so leben, wie wir es brauchen und wollen. Wir orientieren uns an unseren Bedürfnissen, Wünschen und Talenten. Wenn es Dinge und Umstände gibt, die uns nicht gefallen, dann haben wir die Kraft, diese zu ändern. Manches davon geht nicht über Nacht, aber ein Schritt nach dem Anderen führt auch zum Ziel.

Wir zelebrieren das eigene Können und entwickeln uns weiter, weil es Spaß macht

Wenn man weiß, was man gut und gerne tut, fällt es leicht, sich damit intensiver auseinander zu setzen. Dann macht Mehr-Lernen und Mehr-Arbeiten Spaß. Lebensfreude an der eigenen Arbeit ist Motivator für Höchstleistungen.

Wir sind stärker und versuchen, immer etwas Positives abzugewinnen

Mit einem Fokus auf das Licht fällt es auch in Situationen, die nicht so schön sind, leichter, das Gute zu sehen. Meistens kann man aus diesen viel mitnehmen – und wenn es nur das gute Gefühl ist, es überstanden zu haben. In schwierigen Situationen lernen wir mehr über unsere Ressourcen und unser Potenzial.

Wir zelebrieren das Leben und feiern

Wir sehen und wir nutzen die Gelegenheiten, die das Leben uns bietet. Wir genießen ohne schlechtes Gewissen, weil wir fühlen, was uns gut tut und wir darauf hören. Wir leben unsere Schönheit und ziehen uns schön an. Wir nehmen uns Zeit. Für uns. Für unsere Herzensmenschen. Für das Essen. Für das, was uns wichtig ist.

Wir wirken und bewirken

Wir sind im Hier und Jetzt. Mit dem Kopf, den Sinnen und dem Herz. Wir genießen und wir nutzen es, auf der Welt zu sein. Und wir machen sie durch unser Strahlen ein bisschen heller. Wenn Sie nun in den Ferien die Zeit haben, Ihre Seele baumeln zu lassen, denken und spüren Sie mal nach, was Sie so besonders und einzigartig macht. Genießen Sie sich und den Sommer.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen Funkeln in den Augen, Schalk im Nacken und das gute Gefühl, wie schön es ist, so wie Sie sind, zu leben und zu sein.

Herzlich

Evelyn Siller


Autorin: Evelyn Siller

Evelyn Siller ist Geschäftsführerin bei quintessence in Stuttgart. Sie unterstützt Führungskräfte, Unternehmen und alle, die begeistern wollen, beim perfekten Auftritt, denn ein sympathischer und kompetenter erster Eindruck öffnet Herzen und Türen.



Kommentare

Sandra Liane Braun says

Ein wunderbar leichter Artikel von der lieben Evelyn. Sehr schön

Anne-Katrin says

Der Artikel bringt es auf fröhlich-leichte Weise auf den Punkt. Danke für die Erinnerung an so wesentliche Dinge!

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