Sommerzeit ist Urlaubszeit – So verhalten Sie sich korrekt in „Bella Italia“

Als beliebtestes Urlaubsziel der Deutschen in diesem Sommer, ist Italien unangefochten auf Platz eins (vgl. www.merkur.de, 02.08.2017). Auch ich und meine Familie haben uns diese Destination ausgesucht und sitzen gerade gemütlich am Strand. Doch, andere Länder, andere Sitten. Damit Sie Ihren Urlaub in „Bella Italia“ richtig entspannt genießen können und in keine Fettnäpfchen treten, hier ein paar einfache Tipps:

Kommunikative Höflichkeitsformen

Bei der Begrüßung ist es üblich, sich mit einem „Buongiorno“ einen „Guten Tag“ oder mit einem „Buonasera“ einen „Guten Abend“ zu wünschen. „Ciao“ ist eher bei jungen Menschen üblich oder bei solchen, die sich sehr gut kennen. Das „Arrivederci“ passt zum Verabschieden. „Bitte“ und „Danke“ sind natürlich auch in Italien unentbehrlich. Wenn Sie um etwas bitten, nehmen Sie „Per favore“ und „Grazie“ für „danke“. Antworten Sie auf ein „danke“, sagen Sie „Prego“. Mit diesen Höflichkeitsformen machen Sie jedem Italiener eine Freude.

Foto: Shutterstock

Italien, das Land von Pizza und Pasta

In Restaurants ist es üblich, sich vom Kellner an einen Tisch führen zu lassen. Dies ist ein wesentlicher Unterschied zu unserer deutschen Gewohnheit, sich einfach selber einen Platz zu suchen. Sich an einen bereits belegten Tisch mit dazuzusetzen, ist absolut tabu.

Traditionell besteht das italienische Essen aus mehreren Gängen. Allerdings wird dies heutzutage nicht mehr so streng genommen. Sie können auch die Vorspeise („Antipasti“) überspringen und den ersten Gang, das Nudelgericht  („Primo“) als Hauptgang („Secondo“) wählen.

Pizza wird in einem Restaurant niemals mit den Händen gegessen, sondern nur mit Messer und Gabel! Diese Regel sollten Sie auch in Deutschland beherzigen. Spaghetti werden am inneren Tellerrand mit der Gabel aufgewickelt. Bitte verwenden Sie keinen Löffel als Hilfsmittel. Dies ist in Italien völlig unüblich und Sie würden negativ auffallen.

Möchten Sie bezahlen, machen Sie den Kellner bitte dezent darauf aufmerksam. Sie können dazu gerne „Scusi“, „Entschuldigung“ sagen. Die Rechnung wird pro Tisch ausgestellt. Sind Sie mit mehreren Personen unterwegs, ist es angemessen, den kompletten Betrag in einer Summe zu zahlen und anschließend selber durch die Anzahl der Gäste zu teilen. In manchen Restaurants wird nicht am Tisch, sondern an der Theke kassiert.

Trinkgeld

Obwohl in vielen Reiseführern noch zu lesen ist, dass fünf bis zehn Prozent der Rechnung als Trinkgeld erwartet wird, ist diese Information nicht mehr richtig. Die Preise gelten als „servizio compreso“. Möchten Sie dennoch ein kleines Trinkgeld geben, lassen Sie dies einfach auf dem Tisch liegen. Runden Sie keine Beträge auf oder sagen gar „Stimmt schon.“

Auch im Taxi muss kein Trinkgeld mehr gegeben werden. Im Hotel freuen sich die Zimmermädchen über ca. fünf bis zehn Euro pro Woche als Anerkennung für ihren Service. Dieses Trinkgeld können Sie auf dem Nachtkästchen liegen lassen. Aber, es ist kein Muss.

Bekleidung

Die meisten Italiener schätzen elegant gekleidete Menschen. Nehmen Sie darauf bitte Rücksicht und kleiden Sie sich nicht allzu lässig und salopp und keinesfalls in Badekleidung, wenn Sie in einem Stadtzentrum spazieren gehen. Zweifelsohne hat der amerikanische „casual look“ auch im Bereich italienischer Bekleidung an Einfluss gewonnen. Doch z. B. Socken, oder gar Tennissocken unter Sandalen zu tragen, ist völlig daneben!

Mit diesen ausgewählten Verhaltensregeln und Informationen zu Italien, die ich gerade mit meiner Familie in die Tat umsetze, wünsche ich Ihnen einen erholsamen und entspannten Sommerurlaub in bella Italia!


Autorin: Glaudia Chestnut

ist zertifizierter Image-Consultant und leitet das "Hotel Inspiration" im bayrischen Tittmoning.

www.glaudiachestnut.com



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