Husten, Niesen & Co. – So überstehen Sie taktvoll die Erkältungszeit

„Bunt sind schon die Wälder, gelb die Stoppelfelder und der Herbst beginnt. Rote Blätter fallen, graue Nebel wallen, kühler weht der Wind.“ Ich liebe dieses Kinderlied von J. G. Salis-Seewis und Johann Friedrich Reichardt aus dem 18. Jahrhundert, das den Herbst so wunderschön beschreibt und mir gerade in diesen Tagen immer wieder in den Sinn kommt.

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Die Erkältungszeit holt uns ein

Dieses Jahr sind wir unbeschreiblich gesegnet mit gutem Wetter: unser Sommer war phantastisch und nun dürfen wir einen malerischen Herbst genießen. Auch, wenn uns bald die Erkältungszeit einholen könnte, haben wir wirklich guten Grund, dankbar sein! Dankbar sind wir alle auch dann, wenn wir im Herbst und Winter Menschen begegnen, die sich bei einer Erkältung entsprechend höflich benehmen. Damit Sie taktvoll die Zeit von Husten, Niesen & Co. überstehen, habe ich hier ein paar Tipps für Sie zusammengestellt:

Husten

Müssen Sie husten, halten Sie sich am besten den linken Handrücken vor den Mund und wenden sich von Menschen – und beim Essen vom Tisch – ab. Oft sehe ich, dass hierfür immer noch die Handinnenfläche benutzt wird. Selbst wenn nicht in die rechte Begrüßungshand gehustet wird, können leichter Bazillen dort hinterlassen werden, was als nächstes mit der Hand in Berührung kommt. Das kann der Türgriff sein oder sonst ein Gegenstand. Sicherer ist es allemal, in den Handrücken oder auch in den abgewinkelten Ellenbogen zu husten. Letztere Möglichkeit kann allerdings etwas unhygienisch und nicht so vornehm wirken. Bei einem Hustenanfall ist es angebracht, wenn möglich den Raum kurz zu verlassen, um andere nicht zu belästigen.

Niesen

Vorteilhaft ist es, wenn Sie noch rechtzeitig vor dem Niesen ein Taschentuch herausziehen, in das Sie niesen können. Oftmals ist das aber gar nicht mal so einfach, wenn z. B. die Packung mit den Taschentüchern auf die Schnelle nicht griffbereit ist. Sie können es beim Niesen auch ähnlich, wie beim Husten machen: Halten Sie Ihren linken Handrücken vor und wenden Sie sich von anderen ab. Niesen Sie auch nicht zu laut und ausgelassen, damit Sie andere nicht zu sehr stören.

Nase putzen

Vor anderen Menschen die Nase putzen, ist nicht in jedem Land üblich oder gerne gesehen. Sind Sie etwa in China unterwegs, wird dies als ein großer Fauxpas gewertet. Trifft es Sie mit einer rinnenden Nase, kann ich nur empfehlen, immer genügend Taschentücher dabei zu haben. Verwenden Sie jedes Papiertaschentuch bitte nur einmal! Andernfalls wäre dies ein sehr unhygienischer und unschöner Anblick. Schnäuzen Sie bitte nicht zu laut und wenden Sie sich auch hier von anderen Menschen ab, damit Sie diese nicht allzu sehr belästigen. Waschen Sie sich nach dem Putzen der Nase die Hände.

Haben Sie sich eine Erkältung zugezogen, wird Ihr Gegenüber es zu schätzen wissen, wenn Sie ihn nicht per Handschlag begrüßen, sondern die Situation kurz erläutern. Dies zeugt von Rücksichtnahme und Respekt.

Ein kurzes Wort zum Wort „Gesundheit“

Darf man nun „Gesundheit“ sagen, wenn jemand niest, oder nicht? Klare Antwort: Grundsätzlich nein. Tja, nach dieser Antwort weiß jeder, der in der Schule aufmerksam war, dass es Ausnahmen gibt. So ist es auch hier. Ein rücksichtsvoller Zeitgenosse unterlässt den „Gesundheits-Wunsch“, um einen anderen nicht in Verlegenheit zu bringen oder eine Gruppe von Menschen, z. B. bei einem Vortrag oder einer Besprechung nicht zu stören. Es kann aber auch sein, dass eine peinliche Stille entsteht, nach dem lauten Niesen des einen und dem Schweigen des anderen. Manche kennen vielleicht auch einfach die Regel nicht und erwarten das althergebrachte „Gesundheit“, finden es gar unhöflich, es nicht zu wünschen… In solchen Fällen ist es durchaus angebracht und in Ordnung, dem anderen Gesundheit zuzusprechen. Am stilvollsten natürlich in einem Satz verpackt, womit Sie geschickt ein Gespräch beginnen können.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie in diesem Herbst und Winter einer Erkältung entkommen! Falls es Sie doch treffen sollte, sind Sie mit meinen Ratschlägen gut gewappnet, sich als taktvoller Mitmensch zu bewähren.


Autorin: Glaudia Chestnut

Glaudia Chestnut hat an der Gutshof Akademie die Ausbildung zum Image-Consultant sowie zur Wohnberaterin abgeschlossen. Sie hat einen Magister in Politikwissenschaften und leitet mit ihrem Mann das Hotel Inspiration im südostbayerischen Tittmoning. Sie unterstützt Menschen, sich in der Geschäftswelt und in der Politik professionell zu präsentieren, nach ihrem Motto: manifest your best!



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