Mit guten Geschichten neue Kunden gewinnen

Die Gutshof Akademie bietet Business-Seminare für Selbständige und mittelständische Unternehmer an. In diesem Beitrag erfahren Sie, wie Sie mit Storytelling und einem eigenen Blog Ihre Kunden begeistern. 

Ärgerlich für etliche Mittelständler: Sie sind Experten in ihrer Branche, manche sogar Marktführer, aber leider sind sie bei Google nur schwer zu finden. Manche versuchen mit Newslettern ihr Glück. Das ist an sich eine gute Idee, doch nicht das, was sich die Kunden wünschen. Wer will immer wieder die gleichen Werbephrasen lesen? Das einzige, was die Leser wirklich interessiert, sind persönliche Geschichten, die der Unternehmer selbst erlebt hat. Genau das ist der gravierende Unterschied zur langweiligen Produkt-PR: Jetzt bezieht der Unternehmer seine Position, lässt die Kunden an Erfolgen und Misserfolgen teilhaben und berichtet auch, was er aus Krisen gelernt hat.

Foto: Shutterstock

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Glaubwürdige Geschichten bauen Vertrauen auf

Die spannendsten Geschichten sind diejenigen, die Ihre Kunden persönlich berühren. Beschreiben Sie Ihren Alltag in kleinen Anekdoten, lassen Sie den Leser hinter die Kulissen Ihres Unternehmens blicken. Zeigen Sie ihm die Welt durch Ihre Augen: So sehe ich das! Das habe ich gerade erlebt! Keine Angst: Es geht hier nicht um unternehmerischen Seelen-Striptease, sondern um glaubwürdige Geschichten, die Vertrauen aufbauen.

Wichtig ist nur, dass Sie nicht über alles und jedes schreiben, das Ihnen gerade über den Weg läuft. Denken Sie an Ihre Positionierung als Experte Ihrer Branche. Wer Ihre Blogbeiträge liest, sollte immer auch den roten Faden erkennen, der sich durch Ihre Geschichten zieht.

Bei Facebook zahlen Sie für Reichweite

Durch Facebook habe ich im letzten Jahr eine wichtige Lektion gelernt: Bauen Sie Ihre eigene Reichweite auf! Fokussieren Sie alle Energie auf Ihre persönliche Unternehmerseite. Mit sehr viel Aufwand habe ich in den letzten Jahren alle Kunden und Interessenten auf Facebook-Firmenseiten gesammelt und damit die Reichweite von Facebook erhöht. Ärgerlich, aber wahr: Facebook nimmt – wie Google – jetzt Werbegeld für Ihre Beiträge. Für jeden Post auf der Fanpage Ihrer Firma sollen Sie zahlen, damit die Reichweite stimmt.

Da Ihnen alle Beiträge – auch die Fotos – die Sie bei Facebook posten, nicht gehören, auch nicht die gesammelten Kundenadressen, empfehle ich Ihnen konkret: Sammeln Sie Ihre Zielgruppen nicht primär auf Facebook, Twitter und Co., sondern auf Ihrem eigenen Unternehmerblog. Bieten Sie einen Newsletter an, der automatisch verschickt wird, sobald ein neuer Blogbeitrag erscheint. Aber: Versenden Sie keine plumpe Werbung – das ist ganz wichtig! –, sondern nur persönliche Geschichten.

Wer Spam verschickt, wird nicht geliebt

Verzichten Sie auf platte Verkaufsbotschaften, auch wenn Ihnen Ihre Agentur dies schmackhaft machen will. Wer die Kunden mit Werbung nervt, wird schneller abbestellt, als die wertvolle E-Mailadresse gewonnen ist. Wer Spam verschickt – wie die Werbenewsletter häufig genannt werden –, wird nicht geliebt, sondern geschasst.

Im persönlichen Erfahrungsaustausch mit anderen Unternehmern erlebe ich, dass auch bei anderen Mittelständlern dieser neue Denkansatz im Marketing fruchtet. Neben der konkreten Positionierung ist der Aufbau der eigenen Reichweite durch einen Expertenblog eine Schlüsselkompetenz, um dauerhaft erfolgreich zu sein. Gleichzeitig freue ich mich natürlich, wenn ich die Pioniere in ihrer Branche begleichen darf: der erste Parkettleger, der jetzt bloggt, der erste Kieferorthopäde, der erste Optiker. Sie alle nutzen ihre Stimme als Unternehmer, um durch authentische und glaubwürdige Geschichten das Vertrauen ihrer Kunden zu gewinnen.

Entdecken Sie die Gutshof Akademie: www.gutshof-akademie.de


Autor: Rainer Wälde

Rainer Wälde liebt es, durch Filme, Bücher und Vorträge seine Zuhörer in ihrer Originalität zu ermutigen. In seinem wöchentlichen Blog erzählt er ihre Geschichten: www.rainerwaelde.de



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