Farben für den Winter sammeln

Frederic ist jetzt nicht gerade der Fleißigste in den Augen der Anderen.
Er sitzt da und lässt sich die letzten warmen Sonnenstrahlen auf den Pelz brennen.
Während die anderen schuften, um alles winterfest zu machen, genießt er die Aussicht und saugt die herbstliche Atmosphäre im bunten Blätterwald tief in sich ein.
„Er könnte ja auch wenigstens helfen, die letzten Besorgungen zu machen!“ so die genervte Familie.
Als es dann zu schneien beginnt und der eisige Winter kommt, verkriecht sich die ganze Mäusefamilie im dunklen Bau und zehrt von den gesammelten Körnern, Beeren und Nüssen.

Im Herbst angekommen

Wir gehen jetzt mit großen Schritten auf die dunkle Jahreszeit zu. Vielleicht hat mich Leo Lionnis Geschichte vom Mäusejungen Frederic in diesem Jahr so berührt, weil meine lange geplante Reise im September ausgefallen ist, mit der ich den Sommer verlängern wollte, und ich jetzt mit dem Gefühl, den heißen Sommer verpasst zu haben, mitten im Herbst angekommen bin. Alles wird dunkel und grau, der erste Orkan zieht schon durch, gefühlt schlagartig sind die Schaufenster nur noch mit schwarz-grau-brauner Mode dekoriert, und ich fühle mich abrupt ausgebremst.

Foto: Shutterstock

Die Natur feuert mit atemberaubenden Farben

Interessant ist, dass die Natur da ganz anders reagiert: Sie gibt noch einmal alles, bevor der Winter hereinbricht! Sie zeigt jetzt das ganze Spektrum an warmen Farben in Blättern und Bäumen und Beeren und Pilzen und zeigt uns ihr Farbenfeuerwerk, dass man es kaum mit Worten beschreiben kann.

Eigentlich könnte doch alles in der Natur einfach nur so verwelken – es wird doch sowieso nicht mehr gebraucht. Aber nein – die bunten Blätter, Wälder und Blumen zeigen, was alles noch in ihnen steckt.

Und was macht Frederic in seinem Winterquartier?

Als dann über den kalten Winter alle Vorräte verbraucht sind, beginnt Frederic von seinen gesammelten wärmenden Sonnenstrahlen zu schwärmen. Er beschreibt die Sonne, die Wälder in den schönsten Farben und wärmt somit seine Familie mit Träumen und Hoffnungen bis zum neuen Frühling.

Farben mitnehmen in die kalte Jahreszeit

Das möchte ich auch, mich rüsten für den Winter, um nicht in den alljährlichen Winterblues zu verfallen. Ich möchte den kalten Tagen und dem Grau in Grau trotzen. Deswegen sammle ich für Sie meine Wohlfühltipps als eine Art Vorrat für die kalte Jahreszeit:

Tageslicht

Zum Wohlfühlen tut es dem Körper sehr gut, häufig draußen zu sein und das Tageslicht in sich aufzunehmen. Tageslicht unterstützt die Produktion von Vitamin D, das der Körper z.B. für sein Immunsystem braucht. Zusätzlich können Sie sich auch ein „Sonnenbad“ mit der Tageslichtlampe gönnen. Ich selber habe eine Tageslichtlampe in meinem Beratungsraum, nicht nur, um die Farbnuancen innerhalb der Farbberatung exakt zu bestimmen, sondern auch um den Nebeneffekt der Tageslichtdusche zu nutzen

Winterruhe

Gönnen Sie Ihrem Körper nach Möglichkeit auch seine Ruhepausen, denn tatsächlich fährt der Körper manche Funktionen im Winter runter. Schlafen oder gemütlich am Kamin oder bei Kerzenschein in eine Decke kuscheln brauchen wir in der kalten Jahreszeit. Höchstleitungen können wir nur dann bringen, wenn wir uns auch Auszeiten gönnen.

Kuschelmaterialien

Ihr Outfit können Sie ebenfalls auch nach Wohlfühlkriterien auswählen. Weiche Materialien wie Strick oder Kuschelfleece, Bouclé oder Flanell, gerne mit Naturfaseranteil für ein angenehmeres Körperklima, schmeicheln der Haut. Warme Schals oder Westen sowie Pudelmützen sind zur Zeit sowieso voll im Trend.

Ebenso ist auch die gesellschaftsfähige Jogginghose aus interessanten Materialien sowohl für die Dame als auch für den Herrn sehr angesagt. Damit meine ich aber nicht, dass Sie den ganzen Tag jetzt nur noch im „Zuhause-Schlabberlook“ rumlaufen. Ein gepflegtes Äußeres unterstützt auf jeden Fall den Kampf gegen den Winterblues.

Wärmender Lagenlook

Der sogenannte Lagenlook, wo Sie mehrere Kleidungsschichten gekonnt kombiniert über einander tragen, ist nicht nur sehr aktuell, sondern auch viel wärmender für die kalten Tage als nur eine Lage.

Trendige Strickkleider

Für die Damen sind in dieser Saison gemütliche und weiche Kleider besonders im Trend. Jedoch mögen manche keine Strumpfhosen, die dazu getragen werden. Strumpfhosen können gekonnt umgangen werden, indem Sie Socken mit Leggins kombinieren und dazu Stiefel oder Stulpen tragen. Es gibt jedoch mittlerweile sehr angenehme neue Materialien für Strumpfhosen wie Baumwollstretch oder Hohlfaserstrick. Probieren Sie vielleicht doch nochmal wieder eine aus.

Als Ergänzung dazu finde ich selber ja selbst wärmende oder beheizbare Einlegesohlen richtig super, die natürlich ebenso auch ihren Einsatz an einem langen Skitag finden als auch für den Weihnachtsmarktbesuch oder am zugigen Messestand super praktisch sind.

Accessoires für den Herrn

Beginnend bei den unsichtbaren Tipps schlage ich das weiche unsichtbare Unterhemd für den Herrn sowie lange winterwarme Socken mit hohem Wollanteil vor, die Sie sowohl unter Hemd und Anzug als auch unter Outdoorbekleidung für Arbeit oder Freizeit tragen können. Strickjacken sind ganz aktuell für den Herrn sowohl cool getragen in Überlänge bis hin zu ganz klassisch im Cardigan-Style. Oder gönnen Sie sich doch einen guten warmen Wollmantel mit oder ohne wärmender Kapuze, der sogar zum Business-Style tragbar ist und zeigt, dass Sie gut für sich selber sorgen.

Farbenfeuer

Und natürlich als A und O können Sie sich selbst auch zum Wohlfühlen mit Ihren typgerechten Farben einen großen Gefallen tun! Weil man sich im Herbst und Winter sowieso schon oft so blass und farblos fühlt, ist es besonders wichtig, die eigenen individuell passenden Farben zu kennen und zu tragen. Sie wirken rosiger, frischer und dynamischer, wenn Ihre Kleidung farblich mit Ihrem Hautton harmoniert. Und dieses Wohlfühlen in der eigenen Haut spürt man Ihnen sofort auf den ersten Blick ab.

Als Farb- und Stilberaterin werde ich immer wieder von internationalen Kunden darauf angesprochen, dass gerade die deutschen Frauen und Männer sich eher in gedeckten Grau-, Anthrazit- oder Brauntönen kleiden. Andere Nationen wie z.B. die Franzosen oder Italiener sind da viel bunter unterwegs und lieben die Lebensfreude der Farben.

Deswegen mein Appell an Sie: Gönnen Sie sich immer wieder Farbspritzer im Outfit, interessante Farbkombinationen oder besondere Hingucker. Da kommt Farbe in unser Leben, die uns über die kalte Jahreszeit hinweg bei Laune hält.

Wie kommen Sie denn durch die dunkle Jahreszeit? Welche Tricks haben Sie da auf Lager?

Ich freue mich auf Ihre Anregungen!

Ihre Marion Ising


Autorin: Marion Ising

Marion Ising hat die Ausbildungen zur Typberaterin und Knigge-Trainerin bei der Gutshof Akademie absolviert und betreut außerdem das deutschlandweite Berater-Netzwerk.

www.typcolor.de/ising



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