Digitale Imageberatung ist gefragt

Vor zwanzig Jahren sind wir mit der persönlichen Imageberatung gestartet und hätten nie gedacht, dass 2013 das „digitale Image“ so stark in den Fokus kommen würde: Wer bin ich, wenn ich online bin? Welche Spuren hinterlasse ich in sozialen Netzwerken?

Als TYP Akademie haben wir Zehntausende von Menschen  auf ihrem persönlichen Weg begleitet – in der analogen Welt – doch nun ist unsere Erfahrung auch bei der digitalen Imageberatung gefragt.

Wie werde ich zur glaubwürdigen  Marke?

Seit etlichen Jahren unterstützen wir Selbständige und Angestellte im Bereich des „Personal Brandings“. Zentrale Frage: Wie werde ich als Mensch zur glaubwürdigen  Marke? Es geht nicht um ein künstliches Image, sondern darum, die eigenen Werte, die persönliche Geschichte glaubwürdig zu leben.

Für mich persönlich ist der Leuchtturm ein  passendes Symbol. Im einem Beitrag für „Authentisch leben“ Nr. 1 habe ich meinen Standpunkt beschrieben.

Je mehr sich der Alltag vom analogen in den digitalen Sektor wandelt, desto schwieriger wird es, in beiden Lebensbereichen stimmig und glaubwürdig aufzutreten. Auf der einen Seite muss ich meine Persönlichkeit gut kennen und auch meine Schwächen, auf der anderen Seite benötige ich professionelles Handwerkszeug, um in im Internet glaubwürdig zu agieren.

Die Klaviatur der sozialen Medien

Hier ist eine „Digitale Imageberatung“ gefragt: Konkret Menschen, die sich mit ihrer eigenen Marke auseinander gesetzt haben und in der Lage sind, andere Personen in ihrer Selbst- und Fremdwahrnehmung zu coachen. Dieser neue Typ des „Personal Image Coachs“ kennt alle analogen Tools, die sich in der persönlichen Imageberatung bewährt haben und beherrscht außerdem die Klaviatur der sozialen Medien. Dies ist mit ein Grund, warum wir gemeinsam mit der IHK zwei neue Zertifikatslehrgänge in diesem Kompetenzbereich entwickelt haben.

Kürzlich habe ich einen jungen Mann beraten, der aus der Generation der „Digital Natives“ stammt, die nach 1985 geboren sind und völlig selbstverständlich mit dem Internet umgehen. Gemeinsam mit seiner Freundin ist er täglich bei Facebook unterwegs und fragt sich, wie es nach dem Studium beruflich weitergeht. Doch sein „digitales Image“ prägt er schon heute, mit jedem einzelnen Post, jedem Foto, das er ins Internet hochlädt. Seine digitalen Spuren – ob es politische Statements oder banale Partyfotos sind – werden   eines Tages vielleicht entscheiden, ob er seinen Traum-Job erhält.

Mein Vortrag beim „Image update 2013




Kommentare

Anja Herzig-Berg says

Der Personal Image Coach muss zuerst einmal herausfinden, wie viele Rollen der Coachee im Alltag spielt und dann die sozialen Netzwerke unter diesen Rollen aufteilen. Manche benutzen z.B. Facebook zur nackten Kundenaquise, bei den meisten FB-Nutzern ist Werbung jedoch verpönt, weil man sich auf dieser Plattform nur privat austauschen möchte und LinkedIn für den Job ausreichen soll...wenn überhaupt, die meisten Manager "haben für Internetnetworks keine Zeit", weil sie tagsüber eh kaum damit nachkommen, alle eingehenden E-Mails zu beantworten geschweige denn keine Lust haben, über die Pflicht hinaus auf den Bildschirm zu starren (also lieber Zeitung am Abend lesen als Fernsehen ect.). Der Hauptteil meiner Friends hält sich rein privat auf Facebook auf, entweder als Hobbykünstler oder -sportler oder sonst mit einer "Freizeit-Identiät". Mit Lebenslauf hat das nur bedingt etwas zu tun, mit dem Job nur am Rande. Ausser, mein Traum-Job ist Online-Berater, sonst entscheiden die digitalen Spuren meiner Meinung nach nicht wirklich über den späteren Traumjob (siehe Kate Middleton, die trotz verruchter Fotos den Prinz von England heiraten durfte) - oder zumindest sollte mein Online-Schein nicht allzu sehr von meinem Schein abweichen. Ihr Vortrag beim "Image Update" wird bestimmt sehr interessant. Ich hoffe, die Typakademie bietet wieder mal ein Forum in Limburg im Herbst an, letztes Mal hatte uns leider nicht der Termin gepasst?! Freundliche Grüsse aus Basel! AH

Anja Herzig-Berg says

Korrektur fünft letzte Zeile: zumindest sollte mein Online-Schein nicht allzu sehr von meinem Sein abweichen

Claudia Grewe says

Mit Facebook habe ich sehr positive "Image"-Erfahrungen gemacht. Die direkte Werbung ist auf jeden Fall verpönt, daher muss man in sozialen Medien andere Wege gehen: Man postet Artikel zu interessanten Themen, bei mir Typberatung und Nagellack. So setzt man seine Expertise positiv ein und das spricht sich herum. Gemäß dem Motto: Mehrwert für die Leser anstelle von plumper Werbung. Der Testbericht über einen neuen Nagellack weckt Kaufbedürfnisse, ebenso Inhalte über aktuelle Modetrends, Stilrichtungen und Farbanalysen. So werden potentielle Kunden auf mich aufmerksam. Ich konnte so schon viele Kundenkontakte über soziale Medien gewinnen, ohne "direkte" Werbung machen zu müssen. Mit bereits aktiven Kundenbeziehungen bleibe ich so auch in gutem Kontakt.